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Lennart Kremser, Köln

Eine Reise zu verborgenen Bildern der Südsee
Lennart Kremser ist Fotograf, internationaler Reportage-Kameramann und Dipl. Fotoingenieur, ist jemand, der genau hinsehen kann und natürlich gewohnt ist, diesen Blick zu teilen. Uns, seinem Publikum, bereitet er das Gesehene auf.  Dazu löst er die Betrachtung aus dem tatsächlichen Zusammenhang, er lässt weg oder gibt hinzu, um seine eigene Sicht der Dinge zu vervollkommnen und dann doch wieder alles als eine Dokumentation, die ganz nahe an der Wirklichkeit ist, zu präsentieren.
Kremser hat sich mit der Perlmuttschicht der großen Seeschnecke Haliotis Iris aus der Südsee beschäftigt, speziell die der Maori. Paua nennen sie dieses Kleinod und setzen die schönsten Perlmuttflächen als Augen in ihre Schnitzereien ein. Sie nennen diese Intarsien dann "whetú ", was Sterne, Augen ihrer Ahnen bedeutet.  Der Fotokünstler arbeitet hier wie ein Autor, der uns eine Liebesgeschichte erzählt. Wir kennen alle unsere eigenen Liebesgeschichten – doch auch richtig spannend ist der Blick durch die Brille anderer.  So kann eine Kleinigkeit, eine Berührung, ein Kuss oder bei ihm eine kleine Änderung der Position oder des Lichtes uns  die Schlüssel zu den eigenen großartigen Erinnerungsarchiven geben.
Durch seine Fotografie läßt Kremser Bilder entstehen, die wir gleich glauben lesen zu können – wir erinnern uns an Tiere, Wolken, Wälder oder Gesichter und im nächsten Moment wackeln diese Bilder, kippen um in neue Deutungen. Nein, das ist kein Drache, das ist doch ein Tintenfisch....oder doch eher ein See, in dem sich der Himmel der Südsee spiegelt. Wo nimmt der Fotograf diese changierenden Welten her, wirklich nur mit der Betrachtung kleinster Welten, wie er sagt?
Ich denke, Kremser entdeckte wie einst der Seefahrer, Kartograph und Entdecker James Cook etwas , was nicht für alle sichtbar ist und macht es seinem Publikum sichtbar.
Der Photokünstler lässt uns so an seinen Entdeckungsfahrten durch die Perlmuttwelten,  an seinen äußerst phantasievollen Betrachtungen teilhaben. Er lädt uns ein die Welt so zu sehen, wie er sie durch seine Objektive mit Hilfe der Focus-Stacking Technik für die Fotografie erspäht hat. Hier sehen wir die Fotografie eines Meisters, das sind keine Zufälle - und wenn gesteuerte Zufälle, das ist große Kunst, Fotokunst die uns sagt, die Welt ist auch anders, schaut hin, scheint der Entdecker uns erfreut zu zurufen!  Mit bunten, vielschichtigen Bildern von kleinsten Welten aus der Südsee, die er in ein Großes überträgt.  Möglicherweise eine Weltpremiere.
Ich habe solche Fotos - zudem solche beeindruckenden- noch nicht gesehen.
Cornel Wachter